… leuchtend gelb. Aus dem tiefschwarzen Fell stechen sie hervor wie der Schein zweier Taschenlampen in der Nacht. Sie gucken misstrauisch, diese Augen. Aber dann schiebt sich eine feingliedrige Hand nach vorn und greift nach der angebotenen Banane.

Sonntags kolumne

Dass Affen und Bananen untrennbar miteinander verbunden sind, ist eine Mär. „Gerade die Lemuren dürfen von Bananen und anderem süßen Obst nicht zu viel bekommen, weil sie diabetesanfällig sind“, sagt Andreas Pauly, Tierarzt im Tierpark Berlin. Seine gefährdete Gesundheit kümmert Mohrenmaki Solo gerade allerdings überhaupt nicht, dazu ist die gelbe Frucht viel zu lecker. Konzentriert schiebt er sie sich ins Maul, damit auch ja kein Stück verloren geht.

Mohrenmakis sind sehr selten. In freier Wildbahn leben sie nur im Norden Madagaskars. In Zoos werden sie nicht oft gehalten. Sie gehören zu den kathemeral lebenden Tieren, das heißt, sie sind sowohl am Tag, als auch in der Nacht aktiv. Wie es gerade in die Laune passt. Was hingegen vor allem zum späten Nachmittag hin bei den Mohrenmakis beobachtet werden kann, sind ihr gewaltiges Sprungvermögen und ihre Kletterkunst. Mit ihren buschigen, mehr als körperlangen Schwänzen sind sie in der Lage, in der Luft zu navigieren. Rasante Sprints und Sprünge von bis zu vier Metern sind vor allem für den agilen Solo kein Problem.

All images copyright: Manja Elsässer

 

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